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Gedanken und Testvideo zur A77

Fr, 27.01.2012, 11:40 Uhr

Mein Vater kaufte kürzlich die A77, also schnappte ich mir diese um ein bisschen mit ihr zu spielen und sie auszuprobieren. Nach dem ich mich an die Bedienung gewöhnt hatte, entschied ich mich, einen Low Light Vergleich mit meiner NEX-5n zu machen und den Auto Focus zu testen. Nach einem Video mit einigen der Testaufnahmen und einigen Anmerkungen dazu habe ich auch noch ein paar allgemeine Gedanken zur A77 niedergeschrieben.

Low Light und Auto Focus Test


Ich empfehle einen Download bei Vimeo, um die Testaufnahmen in möglichst hoher Qualität zu betrachten. Dieser Test nicht Wissenschaftlich. Alles Material ohne Color Grading, einzige Bearbeitungen sind die Titel und der Test des Neat Video Rauschreduzierungs-Plugins (Demo-Version).

Für den Low Light Test habe ich die NEX-5n und die A77 mit je einem Stativ möglichst nah beieinander positioniert und beide mit dem Sony SAL-2875 ausgestattet. Dann bemühte ich mich um eine möglichst ähnlichen Bildausschnitt – mehr Zoom an der NEX, da die A77 bekanntlich einen stärkeren Video-Crop hat – und habe die Einstellungen auf beiden Kameras jeweils parallel gesetzt und parallel aufgenommen, um möglichst gleiche Bedingungen zu haben.

Die Aufnahmen der NEX sehen ein bisschen weniger verrauscht aus, auch wenn beide Kameras starkes Rauschen bei hoher ISO zeigen. Ein Vorteil der A77 zeigt sich hier, da sie auch Zwischenschritte auf der ISO-Skala bietet, z.B. ISO1000 und ISO1250, wohingegen die NEX nur reguläre Schritte (100, 200, 400, 800 und 1600) bietet. Vorteil für die NEX ist jedoch das Fehlen des Spiegels, welches sich durch leicht hellere Aufnahmen und entsprechend auch einer unterschiedlichen Belichtungsmessung durch die Kamera zeigt (0.3 EV Unterschied).

Der Auto Focus Test bestätigte meine Vermutung, dass der viel beworbene Phasen-Autofocus über den halbtransparenten Spiegel auch nicht für Video geeignet ist. Außerdem steht er nur im Automatischen Modus zur Verfügung, wo sich nur die ISO einstellen lässt. Die Straßen-Szene wurde mit dem SAL-70200 gefilmt, das beim Fotografieren durch schnellen und exakten Auto Focus glänzt. Die Shampoo-Flasche filmte ich wieder mit dem SAL-2875 (aus der Hand und mit Stabilisierung) und dem Focus-Tracking auf das Logo. Ich habe mich absichtlich stark in verschiedene Richtungen bewegt, um den Autofocus ein bisschen zu fordern.
Bitte entschuldigt das starke Rauschen bei der Straßen-Szene, leider war die Kamera noch auf ISO1600. Von meiner A850 bin ich gewohnt, dass beim Umschalten von manuellem Betrieb auf Programmautomatik auch die ISO wieder auf Auto gestellt wird. Da ich ein bisschen in Eile war, habe ich es erst zu spät entdeckt.

Das Bild-/Farbprofil war bei allen Aufnahmen auf Portrait mit folgenden Korrekturen: Kontrast -3, Sättigung -1 und Schärfe -3 bei automatischem Weißabgleich

Ein paar allgemeine Gedanken zur A77


Wie erwartet ist die Video-Qualität größtenteils vergleichbar zur NEX-5n. Das Handling hingegen ist es nicht. Mir gefällt die NEX trotz der teils fummeligen Bedienung über nur ein Steuerkreuz besser. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kommt man mit dieser Bedienung super klar. Der große Nachteil der A77 ist, dass Sie zwar Rädchen zur Blenden- und Belichtungszeitsteuerung hat, aber in den Video-Modus geschalten werden muss, um Videos mit manuellen Einstellungen zu filmen. In diesem Modus kann man nicht mal eben ein Foto schießen, der Foto-Auslöser hat dort keine Funktion. Viel schlimmer ist jedoch, dass hier keine “Fokusvergrößerung”, also das Zoomen für akkuraten manuellen Fokus, zur Verfügung steht. Dies ist der größte Nachteil der A77, da man immer den Modus wechsel muss, um vernünftig fokusieren zu können. Für mich ist jedoch genau die Fokusvergrößerung in vielen Fällen essentiel, gerade mit Offenblende.

Wenn man hingegen in einem beliebigen Modus der A77 die Video-Aufnahmetaste drückt, wird immer mit automatischen Einstellungen aufgenommen. Somit ist das Handling der NEX-5n besser, wo ich immer im manuellen Modus bin – geeignet für Fotos und Videos – und auch immer Fokusvergrößerung zur Verfügung habe. Für mich ist die NEX alles in allem die bessere Super 35 Kamera, wenn man sich an die Bedienung gewöhnt hat.

Mehr Filmmaterial der A77 gibt es in den kommenden Tagen. Und hier ist mein “one last thing”:

Zusätzlicher Crop im Video Modus

Der Crop-Faktor der A77 – 1.86 im Video Modus – ist ein oft diskutiertes Thema im Netz und viele Leute wissen nicht, warum Sony zusätzlich zum APS-C-Crop nochmals cropt oder spekulieren wild. Hier eine kleine Erklärung:

Sony (bzw. eher Minolta) entschied, die Stabilisierung nicht in den Objektiven erfolgen zu lassen, sondern in der Kamera, um diese in allen Objektiven verfügbar zu haben. Dies erfolgt durch verschieben des Sensors entsprechend der Bewegungen mit Piezo-Elementen. Dieser Prozess arbeitet beim Fotografieren gut und wurde bei aktivem Steady Shot in der A55 auch für Video verwendet. In der A55 sorgte dies aber dafür, die sowieso starke Erhitzung des Sensors im Video-Modus weiter zu verstärken. Das führte wiederum zu stark verkürzten Aufnahmezeiten. Daher entschied Sony, in der A77 für Video einen elektronischen Stabilisator zu verwenden. Dazu wird eben eine nicht zu kleine, normal nicht im Video zu sehender Fläche um den eigentlichen Bildausschnitt herum benötigt, um dann entsprechend den Aufnahmebereich auf dem Sensor verschieben zu können. Daher der Crop. Das schlechte daran ist, dass auch ohne Stabi nicht ohne den zusätzlichen Crop, also nur mit 1,5 fach APS-C-Crop, aufgenommen werden kann.

NEX-5N - Mehr Erfahrungen

Sa, 01.10.2011, 06:16 Uhr

Mit diesem Artikel zeige ich ein paar weitere Erfahrungen, die ich in seit meinem Review der NEX-5n mit dieser gemacht habe.

Überhitzung

Wie ich schon im Review schrieb, habe ich bei den ersten Aufnahmen mit der NEX Überhitzungswarnung und “Notabschaltungen” gehabt. Diese traten auf, nach dem die Kamera eine Weile lief, ohne jedoch lange Clips aufzunehmen. Es ging dabei meist nur um 1-2 Minuten Clips. Wenn die Kamera bzw. der Sensor zu warm wird, kommt zuerst eine Warnung wie sie Links zu sehen ist und einige Minuten später schaltet die Kamera ab.

Heute habe ich zum Test die Kamera eine Zeit aufnehmen lassen und immer wieder die Anzeige auf die Überhitzungs-Warnung hin überprüft. Dazu stand die Kamera bei ca. 20°C an einem Sonnentag im Schatten. Der erste Test im 25p Modus mit 24 MBit/s führt im Bereich der 12 bis 16 Aufnahmeminute zur Warnung (siehe Bild links) und die NEX stoppte nach 22:54 Minuten die Aufnahme und schaltete ab. Nach dem Abkühlen folgte Test 2 mit 50p und 28 MBit/s. Dabei wurden die vollen 29:50 Minuten aufgenommen, wonach ich direkt eine zweite Aufnahme startete, die nach 9:23 Minuten beendet wurde.

Dieser Test ist nicht wissenschaftlich verifizierbar, zeigt aber das es Probleme mit der Überhitzung bei der NEX gibt.

Fotografieren mit der NEX

Da alle modernen Kamera es ermöglichen, schöne Fotos zu machen und der Fotograph die Hauptarbeit machen muss, wundert es nicht dass auch die Bilder der NEX in der Qualität überzeugen, wenn die Einstellungen und das Motiv stimmen.

Was allerdings sehr hilfreich an vielen modernen Kamera ist, ist ihr guter Autofokus. Meine geliebte A850 hat einen guten und schnellen Autofokus, der mir schon in vielen Situationen gut gedient hat. Insbesondere mit guten Optiken mit Ultraschall-Motor ist der Autofokus schnell. Das 70-200 f2.8 überzeugt mit besonders schnellem Autofokus und so erwartete ich, dass mit dem modernen Kontrastautofokus der NEX-5N auch brauchbare Geschwindigkeiten machbar sind, auch wenn mir klar war, dass der Kontrastautofokus nicht mit dem Phasenautofokus einer DSLR vergleichbar ist.

Um auch mal ein bisschen mit den Möglichkeiten der NEX als Fotokamera zu experimentieren war ich demletzt auch mal ohne Video-Stativ unterwegs und aktivierte den Autofokus und die Programmautomatik. Wie ich schon zuvor schrieb, will ich für Video volle manuelle Kontrolle und vermisse dort auch den Autofokus nicht. Als ich dann mit dem Autofokus spielte, sah ich schnell, dass dieser unbrauchbar ist. Er braucht einige Sekunden – die sich natürlich viel mehr wie Minuten anfühlen – und schafft es schon bei sich leicht bewegenden Objekten nicht, sinnvoll scharf zu stellen. Dies gilt sowohl für das besonders schnelle 70-200 als auch für mein 28-75mm f2.8 mit Ultraschallmotor. Vielleicht funktioniert es ja mit den NEX-Optiken besser, allerdings kann ich mir keinen Grund vorstellen, warum dies so sein sollte.

Fazit

Nach dem nun einige Berichte über massive Firmware-Bugs der ersten A77-Lieferungen bekannt wurden, freue ich mich um so mehr über meine Entscheidung, zur NEX-5N gegriffen zu haben. Auch wenn diese selbst Probleme hat, wie z.B. das heiß diskutierte Klicken in den Sound-Aufnahmen. Mit der NEX-5N bin ich für meine Verwendungszwecke sehr zufrieden, wäre dies aber nicht, wenn ich sie zum Fotografieren gekauft hätte. Wie ich vorher geplant und erwartet hatte, bleibt die A850 mein Foto und die NEX dient mir als Camcorder.

NEX-5N Review

So, 18.09.2011, 13:32 Uhr

Am Freitag, dem 9ten kam meine Sony NEX-5N und am nächsten Tag wurde dann auch der Objektiv-Adapter für Alpha-Optiken, LA-EA1 geliefert. Also ging es am Samstag direkt in die Natur um einige Testaufnahmen zu machen. Die NEX habe ich auf Grund des vorhandenen Sortiments an Alpha-Objektiven ohne Optik bestellt.

Eines möchte ich im Voraus klarstellen: Meine A850 liebe ich fürs fotografieren, da ich aber mit dem Filmen endlich wieder anfangen wollte, habe ich die NEX als “Videokamera” bestellt. Daher ist für mich das Handling, welches auf Grund der Größe nicht für Aufnahmen (auch Foto) aus der Hand geeignet ist, kein großes Thema. Für Video ist die Kamera sowieso auf einem Stativ, einem Rig oder ähnlichem montiert. Als Foto würde ich die NEX nur unter speziellen Umständen verwenden, da einfach das Handling einer DSLR wie der A850 etwas total anderes ist.

Video Qualität


Hier möchte ich nur ein paar Stichpunkte im Text beschreiben und den Rest durch Videos zeigen.

Die Videoqulität ist sehr gut und hat mich beim Sichten der ersten Aufnahmen ein bisschen umgehauen:

NEX-5N – Erste Aufnahme

Die Qualität der Aufnahmen mit hohen ISO-Weten erfüllte meine Erwartungen. Bei ISO 1600 sind die Videos nutzbar, darüber rauscht das Bild sehr.

Rolling Shutter, das Problem, für das CMOS-Sensoren bekannt sind, tritt natürlich auch bei der NEX auf. Aliasing und Moire ist mir in meinen Test-Aufnahmen bisher auch nicht aufgefallen. Entweder ich habe es übersehen oder ich habe die falschen Dinge aufgenommen ;-)

NEX-5N – Tests and Handling

Am Freitag veröffentlichte “The Digital Visual” eine Artikel zu Farbprofilen der NEX für Video: The Sony NEX-5N Gets Cinematic! [en]

Sound

Man merkt der NEX an, dass sie als Foto entwickelt wurde, der eben Video als nettes Leckerli bietet – weil es eben die Konkurenz auch macht?! Das sieht man dann auch direkt beim Sound. Kein Klinken-Eingang für Mikrofone, keine Kopfhörerbuchse. Dazu kommen noch die hässlichen Klickgeräusche, die derzeit breit diskutiert werden und von der Kamera ausgehen (sie treten auch ohne Objektiv auf). Diese können auch im Test-Video gesehen werden. Als Fazit bleibt nur der Einsatz eines externen Sound-Recorders anzuraten.

Handhabung

Trotz der große lässt sich mit der NEX recht gut arbeiten. Alle (für mich wichtigen) Einstellmöglichkeiten sind direkt erreichbar. Mit dieser neuen Generation hat Sony endlich auch manuelle Steuerung für den Video-Modus in die Firmware eingebaut und damit die neuen Kameras für Video nutzbar gemacht.

Im Video “Tests and Handling” zeige ich auch einige Menüs und die Steuerung.

Gedanken zu elektronischen Suchern

Während ich den englischen Text zu diesem Thema verfasst habe war es 5:30 und ich saß draußen um ein bisschen mit Astro-Zeitraffern zu experimentieren. Meine A850 diente als Haupt-Kamera und um sinnvoll zu nutzen habe ich nebenher dann ein bisschen mit der NEX-5N und der A55v meines Onkels experimentiert.

Was mich dabei am meisten gestört hat war, dass man mit der NEX und der A55 auf Grund der Dunkelheit wenig Möglichkeiten hat, anständig scharf zu stellen. Das Bild wird zwar stark aufgehellt, allerdings reicht es nicht zum Scharfstellen und rauscht auch entsprechend stark. Für Aufnahmen bei extremer Dunkelheit sind die elektronischen Sucher also nicht geeignet.

Für den normalen (Foto-)Gebrauch ist schon der Sucher der A55 gut geeignet, solange man keine Brille trägt. Mein Vater hat als Brillenträger Probleme, den EVF der A55 zu nutzen. Die Monitore, sowohl der A55 als auch der NEX-Monitor, sind sehr gut nutzbar, solange die Sonne nicht direkt einstrahlt. Dafür habe ich mir nun Testweise einen simplen Sonnenschutz gebastelt, wie man auf den Fotos sehen kann. Alles in allem kann man mit den Monitoren sehr gut filmen.

Fazit

Die NEX-5N ist eine tolle Kamera und eine günstige Möglichkeit, um mit dem Filmen anzufangen. Alles in allem ist die Videoqualität sehr gut und Probleme wie Aliasing sind bekannt und im ganzen HDSLR-Segment verbreitet. Leider hat Sony auch die NEX-VG20 mit dem gleichen Sensor und nicht mit einem Video-Sensor ausgestattet. Somit dürfte die Qualität der Videos ähnlich sein. Hauptunterschied ist damit wohl das Handling und mehr Möglichkeiten beim Ton. Die internen Mikrofone der NEX-5N liefern erwartungsgemäß schlechtes Bild und somit bleibt als beste Lösung wie für HDSLRs üblich als beste Lösung der Griff zu einem externen Rekorder.

In ihrer Preisklasse ist die NEX-5N ein tolles Gerät für jeden Besitzer von Sony-Objektiven. Wenn der Preis nicht das Problem ist, könnte auch die NEX-FS100 eine alternative sein, da sie mit ihrem Video-Sensor weniger Probleme mit Aliasing und ähnlichem haben sollte.

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